Museum im Alten Wasserwerk

    Ständige Ausstellung »Vom Ziehbrunnen bis zur Wasserversorgung einer Metropole«

    In einem Teil des alten Wasserwerks Friedrichshagen, direkt am Nordufer des schönen Müggelsees, befindet sich seit 1987 das „Museum im Alten Wasserwerk“ der Berliner Wasserbetriebe, das seit dem 1. August 2014 in enger Kooperation vom Berliner Unterwelten e.V. betrieben wird.
    Auf mehr als 7.000 Quadratmetern wird in unserer ständigen Ausstellung die spannende Geschichte der Wasserversorgung, der frühen Schmutzwasserbeseitigung und der späteren Abwasserbehandlung Berlins im Innen- sowie im Außenbereich erzählt.
    Hier ist Wasser-Historie erlebbar. Tauchen Sie ein in das Berliner Wasser! Gehen Sie mit uns auf eine Entdeckungsreise durch das Berlin vergangener Jahrhunderte.

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    Ausstellung Innenbereich

    Als Besucher erleben Sie in unserer ständigen Ausstellung zahlreiche historische Originalexponate und können sich durch eine Fülle von einzigartigen Dokumenten, Fotos und Karten die Stadtgeschichte aus der Sicht des Wassers erschließen. Immer wieder werden auch die Menschen hinter der Geschichte der Wasserversorgung gezeigt. Die Ausstellung teilt sich in die Bereiche „Wasserversorgung“ und „Entwässerung – vom Karren zur Kläranlage“ auf.

    Besonderer Beliebtheit erfreuen sich unsere alten Dampfkolbenmaschinen von 1893. Eine von ihnen „schnauft“ immer noch extra für Besucher (an den Öffnungstagen um 11.30 und 13.30 Uhr), wenn sie auch inzwischen von einem Elektromotor angetrieben wird. Die Erläuterung historischer Zusammenhänge zwischen Wasser, Hygiene und Stadtentwicklung ist ebenso unser Auftrag wie die Dokumentation und Aufbereitung der planerischen und technischen Meilensteine im Laufe der Zeit.

    Freigelände

    Auf der 5.000 Quadratmeter Freifläche sind historische Kanalreinigungsgeräte, Pumpen, Rohre und Schieben ausgestellt, gepaart mit Bildtafeln, die zeitgenössische Fotos aus den Jahren 1893 bis 1979 zeigen. Es bietet sich zudem ein toller Blick auf den Müggelsee. Gleichzeitig kann das Werk des Architekten Richard Schultze, der es verstand, Zweckbauten dem Charakter des märkischen Landes entsprechend zu gestalten, bestaunt werden. In der Nähe des Seeufers steht ein sechseckiges, einer Kapelle ähnelndes Gebäude – ein 1904 erbauter Sammelbrunnen. Dort endeten Heberleitungen, durch die das Grundwasser vom Tiefbrunnen zum Sammelbrunnen floss und von den Schöpfpumpen zu den Aufbereitungsanlagen des Wasserwerks gepumpt wurde.

    Die Sammlung

    Sammeln, restaurieren, konservieren, präsentieren – die Sammlung ist das Herzstück des Museums.
    Sie ist eng verbunden mit der historischen Entwicklung der Berliner Wasserversorgung sowie Stadtentwässerung und den Berliner Wasserbetrieben als Institution ist die Sammlung des Museums.
    Seit 1980 konnte sich das historische Archiv innerhalb der Berliner Wasserbetriebe etablieren. 1987 wurde es dem neu gegründeten Museum angeschlossen. Die Inhalte spiegeln die Konstruktion, den Um- und Ausbau oder die Stilllegung der Gebäude und maschinentechnischen Anlagen wider.

    Die Sammlung der Berliner Wasserbetriebe gliedert sich in vier große Bestandsgruppen:
    Zeichnungen, Pläne, Karten (ca. 30.000)
    Akten und Dokumente (ca. 80 lfd. Meter)
    Fotos, Glasplatten, Dias (ca. 55.000)
    Gegenständlicher Bereich (5.000 Einzelstücke)

    Viele Sammlungsobjekte werden unter erheblichem Aufwand digitalisiert, die alten Schätze natürlich mit größter Sorgfalt im Original bewahrt: So lagern zum Beispiel 67 Originalfotografien der Königlichen Hoffotografen Friedrich Albert Schwartz und Herrmann Rückwardt, die Ende des 19. Jahrhunderts aufgenommen wurden, in einem klimatisierten, dunklen Archivraum, um dem Zahn der Zeit zu trotzen.