Ein Park im Wandel der Zeit

    Eine oberirdische Spurensuche im Humboldthain

    Der Volkspark entstand in den Jahren 1865 bis 1869 nach den Plänen des Stadtgartendirektors Gustav Meyer. Er umfasst ca. 29 Hektar und ist damit einer der ältesten und größten Volksparks Berlins.
    Am nordöstlichen Ende stand einst die nach Plänen des Architekten August Orth in den Jahren 1890 bis 1893 errichtete Himmelfahrtkirche.
    Während des Zweiten Weltkrieges wurde der idyllische Park durch den Bau der fast 40 Meter hohen Flaktürme und anderer Bunker erheblich verändert. 
    Zu Kriegsende befand sich im Humboldthain die letzte noch militärisch organisierte Verteidigungsinsel Berlins. Während das Regierungsviertel der Reichshauptstadt am 2. Mai 1945 gegen 11 Uhr kapituliere, ließ der Kommandant des Flakturms Humboldthain noch bis ca. 14 Uhr weiterkämpfen. Der sinnlose Kampf forderte rund 1.800 Menschenleben.
    Nach dem Krieg wurden die Flaktürme durch mehrere Sprengungen zerstört und mit 1,6 Millionen Kubikmetern Trümmerschutt übererdet. Auf diese Weise bekam der Volkspark Humboldthain seine heute charakteristischen Anhöhen – die Bunkerberge. Auch die anderen Bunker und die Kirchenruine wurden gesprengt und der Park völlig neu gestaltet: Der Rosengarten und ein Freibad entstanden, die Neue Himmelfahrtkirche wurde am südlichen Rand des Parks erbaut. Ende der 1980er Jahre wurden die Ruinen der Flaktürme aufwendig gesichert und es entstanden die Aussichtsplattformen des Bunkerberges.

    Auf unserer Tour begeben wir uns auf eine Spurensuche rund um und durch den Volkspark Humboldthain. Wir entdecken Spuren und Überbleibsel, die auf unterirdische Bauten, Industriegeschichte im Wedding, Zerstörung und die Entwicklung und Neugestaltung des Volksparks hinweisen. Erleben Sie Berliner Stadtgeschichte – Geschichte, die zum Nachdenken, Verstehen und Mahnen anregt.

    »Ein Park im Wandel der Zeit« ist eine oberirdische Führung durch den Volkspark Humboldthain.
    Es werden keine unterirdischen Anlagen betreten.

    Eindrücke