Tour H – Hochbunker Heckeshorn

    Kommandozentrale – Sendestation – Notkrankenhaus

    Am südwestlichen Stadtrand Berlins befindet sich am Großen Wannsee ein Gelände, das bis heute Spuren der neueren Geschichte aufweist, von seiner Entstehung im Nationalsozialismus über die Berlin-Blockade und den Kalten Krieg bis in die heutige Zeit.

    Als »Reichsluftschutzschule« wurden in den Jahren 1938/39 zahlreiche, durch den Zehlendorfer Architekten Eduard Jobst Siedler geplante Gebäude im Stil einer Wohnsiedlung errichtet, in denen Luftschutzwarte aus dem gesamten Reichsgebiet geschult werden sollten. Während des Zweiten Weltkriegs entstand auf dem Gelände ein Hochbunker, der mit seinen sechs Ebenen noch heute zu den größten Bunkerbauten Berlins zählt. Er diente ab 1943 dem Stab der »Luftflotte Reich« (vormals »Luftflotte Mitte«) als Befehlsstand. Von hier aus – hinter Außenwänden und Decken von bis zu 4 Meter dickem Stahlbeton verborgen – leitete man die gesamte Luftverteidigung rings um Berlin.
    Während der Berlin-Blockade 1948/49 und bis 1967 nutzte die Landespostdirektion den Bunker als Sendestelle für die drahtlosen Fernsprechverbindungen mit Westdeutschland, da sämtliche Kommunikationsmöglichkeiten von und nach West-Berlin während der Blockade unterbrochen und anschließend zum Teil nur schwer zugänglich waren. Danach diente der Bau als Pathologie und Leichenhalle für die in der alten Luftschutzschule untergebrachte Lungenfachklinik Heckeshorn.
    Ab August 1985 wurde der Bunker für knapp 10 Mio. DM völlig umgebaut zu einem »Notkrankenhaus« für rund 600 Personen. Es sollte im »Ernstfall« 407 Patienten sowie 120 Ärzte und Pfleger aufnehmen. Erst 1993, vier Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, war das Notkrankenhaus fertig gestellt und einsatzbereit. Im Jahre 2001, zehn Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges, erfolgte schließlich der radikale Rückbau. Die noch original verpackte Krankenhauseinrichtung wurde als Geste der humanitären Hilfe an Länder des ehemaligen Ostblocks verschenkt. Im Bunker befinden sich heute neben den vier Operationssälen die Räume der Röntgenabteilung sowie zahlreiche Bettenräume, vorhanden sind zudem noch zwei Notstromaggregate, eine große Schutzluftanlage, die Brunnenwasserversorgung, ein Aufzug und eine Großküche.

    Bitte beachten Sie unsere Hygiene- und Abstandsregeln.


    Literaturtipps zu dieser Führung

    • »Bunker in Berlin – Zeugnisse des Zweiten Weltkriegs«, Broschüre
    • »Bunker, Sirenen und gepackte Koffer«, Buch

    Diese Publikationen sind in unserem Web-Shop und in unserem Ticket- und Buchshop erhältlich.
    Vor Ort sind keine Bücher erhältlich.

    Eindrücke

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