Fabrikhallen, Lost Places, verborgene Kieze: Das Festivals der Berliner Industriekultur macht Berlins industrielles Erbe erlebbar. Mit rund 100 Veranstaltungen vom 12. September bis 4. Oktober 2026 wird Berlin zur Bühne für ein außergewöhnliches Kulturereignis. Dazu zählen Fabriken, Infrastrukturen, Wohnsiedlungen und vieles mehr. Über 50 Partner bieten ein einzigartiges Programm: Etablierte Schauplätze und spannende Geheimtipps öffnen ihre Türen – gemeinsam mit Kunst- und Kulturschaffenden, Bildungseinrichtungen und der Berliner Wirtschaft. Die Bandbreite reicht von Stadtführungen mit exklusiven Einblicken über Fotowalks und historische Verkehrsrallyes bis zu Gaumenfreuden an Orten der Industriekultur. Industriegeschichte verbindet sich mit heutiger Lebenskultur und sorgt für viele Aha-Erlebnisse.
Bei diesem besonderen und einmaligem Führungsformat im Rahmen des Festivals der Berliner Industriekultur gehen Sie zahlreichen Bunkermythen auf den (Unter-)Grund. Wie viele Untergeschosse hat der Flughafen Tempelhof? Wo ist der geheime Tunnel zur Reichskanzlei? Wieviel Sicherheit boten Bunker wirklich? Wer hatte Zugang zu ihnen?
Vom Flughafen Tempelhof führt die Tour zu Fuß zum benachbarten "Fliegerviertel" (Gartenstadt Neu-Tempelhof) mit seinen unübersehbaren Flachbunkern. Die Tempelhof Projekt GmbH und der Berliner Unterwelten e.V. präsentieren gemeinsam historische Originalschauplätze des Tempelhofer Untergrunds. Die Sonderführung »Bunkermythen debunked.« ist eine Premiere im Rahmen des Festivals.
Termine:
12.09.2026, um 10:30 und 15:30 Uhr (ausgebucht)
13.09.2026, um 10:30 und 15:30 Uhr (ausgebucht)
19.09.2026, um 10:30 und 15:30 Uhr (ausgebucht)
26.09.2026, um 10:30 und 15:30 Uhr
03.10.2026, um 10:30 und 15:30 Uhr
04.10.2026, um 10:30 und 15:30 Uhr
Dauer: ca. 3,5 h
Preis: 25 € (ermäßigt 20 €)
Treffpunkt: Besucherzentrum CHECK-IN, Platz der Luftbrücke 5, C2, 12101 Berlin-Tempelhof
Tickets sind bis zu 30 Tage im Voraus erhältlich.
Mit dem Oldtimerbus geht es zum Flughafen Tempelhof. Dort erleben Sie eine informative und kurzweilige Führung, die bedeutende Ereignisse aus der vielschichtigen Geschichte des Flughafens beleuchtet. Diese wird über Orte, wie der Abfertigungshalle, dem ehemaligen Transitgang, oder der Ehrenhalle auf der Tour vermittelt.
Weiter geht es mit dem Bus in die Fliegersiedlung »Gartenstadt Neu-Tempelhof«. Dort besuchen Sie einen von vier Flachbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg, errichtet 1940/41 zum Schutze der Bevölkerung bei Bombenangriffen. Ein Bunkerexperte vor Ort gibt eine kurze Einführung und beantwortet Fragen.
Danach führt die Tour zum Schwerbelastungskörper. Mitte der 1930er Jahre plante das NS-Regime den radikalen Umbau Berlins zur „Welthauptstadt Germania“. Architekt Albert Speer entwarf gigantische Bauwerke für die neue Nord-Süd-Achse. Um zu testen, ob der Berliner Boden das Gewicht der geplanten Bauten tragen kann, ließ Speer 1942 einen Schwerbelastungskörper errichten: 13.000 Tonnen Beton, 14 Meter hoch und 18 Meter tief. Heute ist der Koloss das letzte Zeugnis der NS-Stadtplanung für die Nord-Süd-Achse. Ob der Boden der Belastung standgehalten hätte, erfahren Sie bei der Führung.
Dauer: ca. 5 h