Tunnelfluchten

    Unter der Berliner Mauer

    Überall in den Medien ist von „Republikfluchten“ aus der damaligen DDR in den „goldenen Westen“ zu lesen. Hier in unserer Stadt Berlin wollen wir uns mit Ihnen auf Spurensuche begeben. Unsere Seminarleiter haben Ihr Fachwissen erweitert, mit Zeitzeugen gesprochen und neues Archivmaterial gesichtet und ausgewertet, um auch neue Aspekte bei diesem spannenden Thema zu beleuchten.

    Programmbeschreibung

    In fünf Tagen, jeweils von 9 bis 17 Uhr, inklusive Pausen, sind wir mit Ihnen zu den Orten von Tunnelfluchten und noch vorhandenen Mauerresten in Berlin unterwegs. Die Vorträge, Ortsbesichtigungen und Gespräche sind in 90-Minutenblöcke eingeteilt. Die Pausen geben Ihnen Gelegenheit zu entspannen oder das Gesehene und Gehörte bei einer Stärkung ungezwungen weiter zu vertiefen. Natürlich ist für Sie die Zeit für ein gemeinsames Mittagessen eingeplant.

    Mit der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie ein ausführliches Seminarprogramm, das vorbehaltlich letzter Änderungen ist.

    Am ersten Tag werden Sie den Veranstalter, den Berliner Unterwelten e.V., und das detaillierte Programm für der Woche kennenlernen. Wegen der umfangreichen Koordination verschiedener Referenten und Ortstermine, kann es vereinzelt zu Änderungen im Ablauf kommen.

    Bildvorträge oder Referate unserer fachlich geschulten Referenten führen wir Sie in die vielen Facetten des Seminarthemas ein, erläutern die Hintergründe der Grenzsicherung und die Ausführung als „Berliner Mauer“ hier in Berlin.

    Die Fluchten durch die Berlin Kanalisation, aber auch durch das unterirdische Nahverkehrsnetz sind für unseren Verein bereits seit langer Zeit ein großes Forschungsthema. Mit ihnen sind viele Schicksale verbunden, von denen wir Ihnen an den betreffenden Orten berichten möchten. Daher werden Sie mit uns auch das Museum im Wasserwerk aus einer ganz anderen Sicht kennenlernen: Die DDR versuchte ab 1952, die Kanalisation der ehemals einen Stadt Berlin in ihrem Teil gegen Fluchten zu sichern.

    Natürlich werden Sie sich mit uns auch auf die Suche nach Spuren der Mauer und der dazugehörigen Grenzstreifen begeben. Dabei werden Sie entdecken, wie sich die heutigen Berliner die lange Zeit brachliegende Flächen, die die Stadt teilten, zurückerobert haben. Fotografen stellen vor, wie sie noch 1990 Grenzsoldaten an ihren Arbeitsorten dokumentieren konnten oder wie sich Berlin 1961 und 1989 begann bis zur Unkenntlichkeit zu verändern. An der Übergangsstelle Heinrich-Heine-Straße führt uns ein ehemaliger Unteroffizier der DDR in den Alltag der Grenzsicherung und -kontrolle ein.

    Bei unseren Recherchen sind wir auf ein spektakuläres Fluchttunnelprojekt im Norden unserer Stadt aufmerksam geworden, welches wir Ihnen in diesem Seminar vorstellen. In nur einer Woche Bauzeit ermöglichten zwei Brüder 28 Menschen die Flucht in den Berliner Westen. Den Aufwand, den sogenannte Fluchthelfer trieben, um Tunnel von Berlin-West nach Berlin-Ost zu graben, werden Ihnen Zeitzeugen in den Bezirken Neukölln oder Wedding vorstellen. Dies bedeutete auch tagelang aus dem „Versteck“ heraus zu graben und zum Schutz den Kontakt mit der Außenwelt aufzugeben. Die Beweggründe ihres persönlichen Engagements, „Wege durch die Mauer“ zu finden, werden Sie in diesen Gesprächen hören und verstehen können.

    Es gab verschiedene Beweggründe für die Berliner Bevölkerung aus der damaligen DDR ihre Heimat zu verlassen. Einige konnten oder wollten dafür das Risiko einer illegalen Flucht nicht eingehen. Ihnen blieb nur die Möglichkeit, auf offizieller Ebene einen Ausreiseantrag zu stellen. Der „Tränenpalast“ am Bahnhof Friedrichstraße diente nicht nur als Grenzabfertigung, sondern auch als Ausreisehalle. Hier betraten die DDR-Bürger, die das Glück hatten einen positiven Bescheid der DDR-Behörden zur Ausreise nach West-Berlin erhalten zu haben, zum letzten Mal für lange Zeit den Boden von Berlin-Ost.

    Termine

    27. bis 31. März 2017 -AUSGEBUCHT-
    26. bis 30. Juni 2017 -AUSGEBUCHT-
    25. bis 29. September 2017 -AUSGEBUCHT-

    Teilnahmegebühr

    165€

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    Informationen zur Anmeldung

    Bildungsurlaub

    Grundlegendes und Wissenswertes zum Thema erfahren Sie in der Rubrik Bildungsurlaub.

    In welchen Bundesländern dieses Seminar als Bildungsurlaub anerkannt ist, entnehmen Sie bitte dieser Übersicht