Chronik – Das Jahr 2000

    18. Dezember 2000

    Vereinssonderführung durch die „Mehrzweckanlage“ unter dem Excelsior-Haus und den Tiefbunker unter der Stresemannstraße, zwei moderne, immer noch betriebsfähige Zivilschutzanlagen.

    8. Dezember 2000

    Mit dem Buch „Luftzüge – Die Geschichte der Rohrpost in Berlin und anderswo“ wird die Schriftenreihe des Berliner Unterwelten e.V. eröffnet. Das Buch wurde von Ingmar Arnold im Rahmen der Arbeitsgruppe Rohrpost geschrieben.

    27. Oktober 2000

    Vereinssonderführung über den Sprengplatz Grunewald durch die PTU (Polizeitechnische Untersuchungsanstalt).

    10. Oktober 2000

    Unter dem Titel „Ganz unten, ganz dunkel“ berichtet die Süddeutsche Zeitung ausführlich über die Aktivitäten des Vereins.

    29. Septmber 2000

    Vereinssonderführung durch die Heizungsgänge und Kanäle unter dem Botanischen Garten in Berlin-Steglitz.

    9. und 10. September 2000

    Tag des offenen Denkmals im Gasometer-Bunker Fichtestraße
    Mehr als 1.800 Berliner nutzen an diesem Wochenende die Gelegenheit, diesen 1874-76 errichteten und im Zweiten Weltkrieg zum Bunker ausgebauten Gasometer zu besichtigen.

    31. August 2000

    „Zwangsarbeiter-Kartei in Berliner Bunker entdeckt“ (Welt, 29.08.00). Internationale Pressekonferenz im Bunker des Vereins: Vorgestellt wird der Fund einer „Adrema-Kartei“, die von Vereinsmitgliedern Monate zuvor in einer ehemaligen Werkschutzanlage der Firma Lorenz in Tempelhof entdeckt, geborgen und ausgewertet wurde. Über 12.000 Karteikarten, darunter Namen von über 3.000 Zwangsarbeitern, werden in Folge dem Landesarchiv Berlin übergeben. Die Presse berichtet weltweit über diesen spektakulären Fund.

    26. August 2000

    Der Verein veranstaltet die „1. Lange Nacht im Bunker“. Als Beiprogramm gibt es Dia-Vorträge, Bunkerführungen und eine Ausstellung zur Geschichte des Berliner Untergrundes sowie einen kleinen Imbiß mit musikalischem Rahmenprogramm. Der Verein hat sich zur Durchführung einer eigenen Veranstaltung parallel zur „Langen Nacht der Museen“ entschlossen, nachdem ihm seitens der dortigen Veranstalter die Teilnahme verweigert wurde mit der Begründung, es handle sich bei den Räumlichkeiten des Berliner Unterwelten e.V. „nicht um ein Museum“, und „außerdem würde das Angebot des Vereins nicht ins Konzept der Langen Nacht der Museen“ passen. Die Veranstaltung wird dennoch ein großer Erfolg und von fast 800 Berliner und Berlinerinnen besucht.

    25. August 2000

    Vereinssonderführung durch das ehemalige Zentrum für Luftfahrtforschung in Berlin-Adlershof.

    6. August 2000

    Erste Vereinsfahrt nach Falkenhagen und Besichtigung der dortigen Großbunkeranlage und der im Dritten Reich geplanten Sarin-Produktionsstätte („Seewerk“).

    21. Juli 2000

    Erste Vereinsfahrt nach Falkenhagen und Besichtigung der dortigen Großbunkeranlage und der im Dritten Reich geplanten Sarin-Produktionsstätte („Seewerk“).

    10. Juli 2000

    Aufstellung der „Ein-Mann-Bunker“ mit einem Schaukasten des Vereins vor dem Südausgang des U-Bahnhofs Gesundbrunnen.

    1. Juli bis 13. August 2000

    Ausstellung der „Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst“ (NGBK) dokumentiert in einer Ausstellung im ehemaligen Reichsverkehrsministerium an der Voßstraße in Berlin Mitte die Geschichte des Geländes zwischen Brandenburger Tor und Leipziger Platz. Es sollen die unterschiedlichen Umgangsformen mit dem Areal dokumentiert werden, die von der Errichtung der Regierungsbauten, der Bunker aus der NS-Zeit und der Mauer bis hin zu unterschiedlichen Kunstaktionen reichen.

    16. Juni 2000

    Vereinssonderführung durch den modernen „Geisterbahnhof“ und Tunnelstutzen für die geplante U-Bahnlinie 3 unter dem Potsdamer Platz, eine sogenannte „Bauvorleistung“.

    21. Mai 2000

    Vereinsbesichtigung der Filtergewölbe des Wasserwerks Friedrichshagen und des „Museums im Wasserwerk“

    29. April bis 17. Juni 2000

    Ausstellung „Bunker(t)räume“, Eine Konfrontation mit den durch Krieg gezeichneten Betonräumen – 14 Künstler, 14 Kunstwerke. Jedes Kunstwerk, Installation und Gemälde spiegelt die persönlichen Erlebnisse und den Fingerabdruck des ausführenden Künstlers wider. Ein unterirdischer Mikrokosmos, in dem Wahnsinn, Verfremdung und Einsamkeit Hand in Hand gehen mit der Verwunderung und Hoffnung darauf, daß es niemals wieder zu solch schrecklichen Kriegsszenarien kommen möge.

    18. April 2000

    Sonderführung „Blick hinter die Kulissen der BVG“ für Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner in Begleitung von Freunden und Partnern aus Wirtschaft und Politik durch die Tunnel- und Bunkerwelt unter dem Alexanderplatz.

    6. April 2000

    Vereinsbesichtigung des „Bergwerklehrstollens“ der Technischen Universität Berlin.

    April 2000

    Der erste farbige Flyer (deutsch und englisch) wird herausgegeben, mit dem unsere Besucher allgemein über den Verein informiert werden sollen. Gleichzeitig ist von nun an der Verein unter www.berliner-unterwelten.de im Internet präsent.

    März 2000

    Zum ersten Mal erscheint die „Schattenwelt“, das neue Mitteilungsblatt des Berliner Unterwelten e.V., exklusiv für die Mitglieder des Vereins.

    Februar bis August 2000

    Der Verein reinigt und beräumt eine Muster-Luftschutzstollenanlage auf dem Polizeigelände an der Friesenstraße in Berlin-Kreuzberg. Wegen ihrer Einzigartigkeit ist beabsichtigt, für diese Anlage Denkmalschutz zu erwirken.

    20. Januar 2000

    Vereinsbegehung der „ABC-Schutzanlage (Mehrzweckanlage)“ im U-Bahnhof Pankstraße.