Chronik – Das Jahr 2005

    1. bis 31. Dezember 2005

    Werbung für den Untergrund
    Im Kino Central am Hackeschen Markt schaltet der Berliner Unterwelten e.V. zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Kinowerbung. Der digitale Werbespot informiert über unsere Führungen zum spannenden Thema „Rohrpost“, die im nahegelegenen ehemaligen Haupttelegraphenamt an der Oranienburger Straße stattfinden. Produziert wurde der ca. 30-sekündige Film von unserem Vereinskollegen Stefan Lehmann.

    18. bis 20. November 2005

    Erster Internationaler Unterwelten-Kongress in Wien
    In Wien findet der 1. Internationale Unterwelt-Kongress mit Beteiligung des Berliner Unterwelten e.V. statt. Vortragende Referenten sind unter anderem Dietmar Arnold und Ingmar Arnold. Auch unter den Besuchern sind zahlreiche Mitglieder des Vereins vertreten.

    9. November 2005

    Vortrag zur Architekturgeschichte des Dritten Reichs
    Der Berliner Unterwelten e.V. lädt in seiner Vortragsreihe im Rahmen des Bildungsseminars „Reichshauptstadt Germania“ zu einem Vortrag über sozialhistorische Aspekte einer Architekturgeschichte des Dritten Reichs in das Berliner Unterwelten-Museum ein. Der Vortrag des Sozialwissenschaftlers Arne Keilmann schildert das Chaos der Materialbeschaffung, den massenhaften Einsatz von Zwangsarbeitern, die Beteiligung führender Bau-Fachleute und verfolgt die Spuren der weitgehend gescheiterten Behelfsheimaktion von ihren Anfängen bis zu ihrer Aufgabe in der Nachkriegszeit.

    5. November 2005

    Hablamos espanol
    Durch das Berliner Unterwelten Museum führen wir nun auch regulär in spanischer Sprache. Die „spanische Tour 3“ (seit 1.1.2006 Tour 1) findet – Änderungen vorbehalten – jeden Samstag um 15.00 Uhr statt.

    27. Oktober 2005

    Ein Stasi-Propaganda-Film in der Diskussion
    Aufführung des Stasi-Films „Bosse, Schleuser, Tipper – Fluchthilfe im Zwielicht der MfS-Propaganda“ mit anschließender Podiumsdiskussion im Dokumentationszentrum Berliner Mauer an der Bernauer Straße in einer Kooperationsveranstaltung des Dokumentationszentrums mit dem Verein Berliner Unterwelten e.V..

    10. und 11. September 2005

    Tag des Offenen Denkmals 2005 in den Unterwelten
    Zum diesjährigen Tag des Offenen Denkmals können wir an beiden Tagen insgesamt 861 Besucher begrüßen. Wir haben diesmal durch folgende Anlagen geführt:

    • Berliner Unterwelten-Museum
    • Schwerbelastungskörper
    • LS-Musterstollen Friesenstraße
    • Hochbunker Heckeshorn
    • OP-Bunker Teichstraße.

    Zusätzlich findet im Flakturm Humboldthain in Zusammenarbeit mit dem Mitte-Museum eine szenische Lesung von Schülerinnen der Max-Planck-Oberschule statt. Gelesen werden dabei Tagebuchnotizen und Erinnerungen von Zeitzeugen zum Kriegsende im Berlin des Jahres 1945.

    Für diesen schönen Erfolg gilt wieder einmal allen Beteiligten, die an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt gewesen sind, ein ganz herzliches Dankeschön!

    10. September 2005

    Neues über den Schwerbelastungskörper
    Im Rahmen des Tag des Offenen Denkmals 2005 erfolgt die Vorstellung und Präsentation der in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg entstandenen Informationsbroschüre „Der Schwerbelastungskörper – Das mysteriöse Erbe der Reichshauptstadt“ am authentischen Ort. Die Broschüre ist in der Edition Berliner Unterwelten erschienen und kann an unserem Büchertisch erworben oder online bestellt werden.

    3. und 4. September 2005

    Von Fledermaus zu Fledermaus
    Unser Verein ist auf Einladung des Berliner Artenschutz Teams e.V. mit einem Informationsstand auf dem Fledermausfest in der Zitadelle Spandau vertreten. Das Festungsbauwerk ist das größte Berliner Winterquartier für Fledermäuse. Im Rahmen der Herrichtung der Flakturmruine Humboldthain hat der Berliner Unterwelten e.V. auch dazu beigetragen können, Berlins drittgrößtes Fledermaus-Winterquartier für die kleinen Nachtschwärmer noch attraktiver zu gestalten.

    2. September 2005

    Ein niederländischer Untergrund-Experte zu Besuch in Berlin
    Jacquo Silvertant, der jahrelang die unterirdischen Anlagen in den südlichen Niederlanden und in Belgien untersucht hat, stellt einem interessierten Publikum im Vereinsbunker am Gesundbrunnen seine Forschungsergebnise vor. Themen sind unter anderem die im Zweiten Weltkrieg erfolgte Einrichtung unterirdischer Rüstungsanlagen in den Mergelgruben im Raum Maastricht, die V-Waffen-Produktion (VW Fallersleben) sowie die Fertigungen elektronischer Bauteile für Funkgeräte (Philips). Darüberhinaus gibt Jacquo Silvertant als ausgewiesener Kenner Auskunft über das größte jemals errichtete Sperrfort, die Festungsanlage Eben Emael in Belgien, an dessen Erforschung er aktiv beteiligt gewesen ist.

    August 2005

    Das Dach des OP-Bunkers Teichstraße wird saniert
    Die Baugruppe um Charlie Noack bringt den zweiten Bauabschnitt am OP-Bunker Teichstraße erfolgreich zu Ende: Für die Sicherung und Instandsetzung sind abgetragen und abtransportiert worden: 9,5 m³ Bauschutt sowie 29 m³ alte Dachpappe und die mit Bitumen durchsetzte Deckschicht (alles als Sondermüll). Für die Abdichtung des Dachessind rund 400 m² Fläche mit Kaltbitumen vorgestrichen, anschließend eine Bitumen-Schweißbahn und schließlich noch eine Oberlage aus Dachpappe als Abschlußschicht verlegt worden. Die Anlage wird erstmals zum Tag des Offenen Denkmals am 11. September 2005 der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

    27. August 2005

    18. „Lange Nacht der Museen“ 2005
    Zur 18. Langen Nacht der Museen am 27. August 2005 können wir insgesamt 2.168 Gäste im Berliner Unterwelten-Museum begrüßen. Besonderer Dank gilt all denjenigen Vereinsmitgliedern, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung als auch beim abschließenden nächtlichen Aufräumen mitgeholfen haben.

    26. August 2005

    Einblicke in einen Gasometer-Bunker
    Der Berliner Unterwelten e.V. und der Berliner Bunker Bunker-Netzwerk e.V. laden zu einer spannenden Besichtigungstour in den Kreuzberger Fichtebunker ein. In einer hoffentlich nicht zum letzten Mal stattgefundenen Kooperationsveranstaltung beider Vereine wird durch dieses einmalige Bauwerk geführt.

    13. August 2005

    Eine neue Tour über die „kleine U-Bahn von Berlin“
    Der Berliner Unterwelten e.V. startet mit der neuen regulären Tour 4 – die den Titel „Technikdenkmal Rohrpost – Die tiefgründige Geschichte der ‚Kleinen U-Bahn´ von Berlin“ trägt – eine weitere interessante Führung durch den Berliner Untergrund. Thema der Tour ist die Berliner Stadtrohrpost, ein fast in Vergessenheit geratenes, kleines Wunderwerk der Technik und Verkehrsgeschichte.

    18. Juli 2005

    „Didi“ meets „Didi“
    Der Schauspieler und Kabarettist Dieter Hallervorden dreht im Vereinsbunker einige Sketche für die Jubiläumsgala anläßlich seines 70. Geburtstages, die einige Wochen später in der ARD ausgestrahlt wird. Dieter Hallervorden wird vom Vorsitzenden des Vereins, Dietmar „Didi“ Arnold begrüßt.

    16. Juni 2005

    Begegnung mit einem Zeitzeugen - Marcel Elola zu Beusch im Unterwelten-Museum
    Pressevorstellung des neuen Buches: „Ich war in Berlin – Ein französischer Zwangsarbeiter in Deutschland 1943–1945“ (Edition Berliner Unterwelten) im Berliner Unterwelten-Museum.

    11. Juni 2005

    AEG-Versuchstunnel – Lange Nacht der Wissenschaften auch unterirdisch ein Erfolg!
    An diesem Tag können wir in der Zeit von 18.00–0.00 Uhr insgesamt über 700 Besucher begrüßen, die in Gruppengrößen von bis zu 35 Personen durch den AEG-Versuchstunnel geführt werden. Unser Angebot zur Langen Nacht stößt auf reges Interesse, teilweise ist die Warteschlange bis zu 100 Meter lang. Längere Wartezeiten der Besucher können jedoch aufgrund einer schnellen Taktfolge der Führungen vermieden werden. Mit einem Diavortrag informieren wir zu Beginn jeder Tour über die wechselvolle und interessante Geschichte des Bauwerks.
    Der Verein bedankt sich an dieser Stelle ausdrücklich beim Führungsteam dieser Langen Nacht (Dietmar Arnold, Jan Benndorf, Kay Heyne, Jürgen Müller, André Knorn und Günter Schubbel) für die gelungene Organisation und Durchführung dieser Veranstaltung.

    25. und 26. Mai 2005

    „Das Berliner Regierungsviertel“ virtuell – Teil Eins
    Premiere des ersten von drei Teilen des Teils des Films „Das Berliner Regierungsviertel“, im letzten erhalten gebliebenen historischen Gebäude aus der Vorkriegszeit in der Voßstraße (Nr. 33–35) in Mitte. Der vollständig computer-animierte Film gibt einen detaillierten Überblick über die Baumaßnahmen im Berliner Regierungsviertel in der Zeit zwischen 1932 und 1945.

    23. und 24. Mai 2005

    „Schmetterlinge im Bauch von Berlin“
    Foto-Shooting von Frieder Salm im Gesundbrunnen-Bunker und im Flakturm Humboldthain. Idee und Kostüme stammen von Irene Brühwiler (Diplomandin für Modedesign, Zürich), der Titel der Fotosession heißt: „Schmetterlinge im Bauch von Berlin“. Die Fotografien von Frieder Salm werden einige Wochen später in einer Ausstellung im Restaurant Bella Italia, direkt neben dem Unterwelten-Museum am Gesundbrunnen, gezeigt.

    18. Mai 2005

    Das Kinderfernsehen entdeckt die Unterwelten
    Reporter des „Tigerenten-Clubs“, einer der populärsten Sendungen für Kinder im deutschen Fernsehen (ARD und KIKA), sind zu Gast im Unterwelten-Museum und im Flakturm Humboldthain.

    13. Mai 2005

    Ausstellung zum Kriegsende in Berlin
    Eröffnung der Ausstellung „Archäologie des Grauens“ im Museum für Vor- und Frühgeschichte im Schloss Charlottenburg, bei der auch Exponate des Vereins gezeigt werden.

    6. Mai 2005

    Neues Theaterstück im Berliner Unterwelten-Museum
    Premiere des Theaterstücks „Infernale, anonym“ von und mit Mia Kaspari und Ensemble im historischen Bunker am Gesundbrunnen (Unterwelten-Museum). Das sehenswerte Stück wird zunächst bis Mitte Juni 2005 gespielt, eine Wiederaufnahme und Erweiterung ist für Ende September 2005 geplant.

    4. Mai 2005

    Buchpräsentation „Hitlers Berlin“
    Buchlesung und Vortrag „Hitlers Berlin“ (in Zusammenarbeit mit dem be.bra-Verlag). Der Autor Sven-Felix Kellerhof stellt im Unterwelten-Museum persönlich sein neues und sehr lesenswertes Werk vor, das eine Menge Wissenslücken über die Berliner Jahre des deutschen Diktators schließt.

    30. April 2005

    „Lange Nacht des Erinnerns“
    In Zusammenarbeit mit der Urania Berlin gedenkt der Verein des 60. Jahrestages des Kriegsendes in Berlin. Das reichhaltige Vortragsprogramm der Referenten und Historiker des Berliner Unterwelten e.V. wird ergänzt durch zwei Aufführungen der Dokumentartheatergruppe „OST-Arbeiter“ und durch eine Aufführung des Kinofilms „Bunker – die letzten Tage“.

    28. April 2005

    „Speer und Er“ erstmals in Berlin aufgeführt
    Berlin-Premiere des Filmes „Speer und Er“ von Heinrich Breloer. An diesem dreiteiligen Mammutwerk haben auch Vereinsmitglieder, darunter der Historiker Michael Foedrowitz, als Berater mitgewirkt. Am 8. Mai folgt die bundesweite Ausstrahlung in der ARD.

    19. April 2005

    Buchpräsentation „Neue Reichskanzlei und Führerbunker“
    Neuer Text-Bild-Band über die „Neue Reichskanzlei und Führerbunker“. Dietmar Arnold und Reiner Janick vom Verein Berliner Unterwelten präsentieren zusammen mit dem Ch. Links-Verlag ihren aktuellen Band über die Neue Reichskanzlei im letzten historischen Gebäude an der Voßstraße in Berlin-Mitte. Im Rahmen eines 90-minütigen Diavortrages werden den zahlreich erschienenen Gästen die neuesten Forschungsergebnisse zu dieser Thematik präsentiert.

    18. April 2005

    75 Jahre U-Bahn-Linie U8
    75-jähriges Jubiläum der U-Bahnlinie 8. Mit einer Sonderfahrt im historischen U-Bahnzug entlang der U-Bahnlinie 8 und einem anschließenden Empfang im Berliner Unterwelten-Museum feiert der Verein mit seinen Mitgliedern und seinen Gästen dieses besondere Jubiläum. Im Rahmen dieses Ereignisses wird zudem ein Nachdruck der Gedenkschrift zur Inbetriebnahme der Strecke im Jahre 1930 präsentiert.

    11. März 2005

    Fünf Jahre „Schattenwelt“
    Der Verein feiert das fünfjährige Erscheinen seiner Vereinszeitschrift, der Schattenwelt. Die Redaktion gibt aus diesem Anlass eine Jubiläumsausgabe heraus.

    3. Februar 2005

    Gedenkveranstaltung zum Luftangriff auf Kreuzberg
    Mit einer Gedenkveranstaltung am Vormittag des 3. Februar 2005 gedenkt der Berliner Unterwelten e.V. und die anwesenden Gäste der schwersten Bombardierung Berlins auf den Tag genau vor 60 Jahren. Weite Teile der Berliner Innenstadtbezirke von Mitte, Kreuzberg und Friedrichshain sind damals zerstört worden, tausende Zivilisten fanden dabei den Tod. Vorträge von Tommy Spree (Anti-Kriegs-Museum), Horst Sinske (Zeit- und Augenzeuge) und Martin Düspohl (Kreuzberg-Museum) sind die Programmschwerpunkte dieser Veranstaltung. Dazu können sich die Besucher bei individuellen Führungen mit der Ausgestaltung des Untergrund-Museums vertraut machen.

    29. Januar 2005

    Premiere: Berliner Unterwelten erstmals bei der „Langen Nacht der Museen“
    Zur erstmaligen Teilnahme an der Langen Nacht der Museen kann der Verein im Berliner Unterwelten-Museum an diesem Abend über 400 Besucher begrüßen. Zu sehen ist der Film „Bunker – Die letzten Tage“, es gibt Diavorträge über die Berliner Rohrpost und die „Dunklen Welten“ unter Berlin. Außerdem umfasst das Programm Führungen, eine Klangcollage mit Lesung, einen gut sortierten Büchertisch sowie einen Unterwelten-Basar. Für die gastronomische Betreuung und musikalische Unterhaltung der Gäste sorgt das Café Courage.

    15. Januar 2005

    Gründlich überarbeitete Internet-Präsentation des Berliner Unterwelten e.V.
    Unsere Vereinsseiten gehen 2005 in eine neue, deutlich professionellere Plattform über. Nach fast viermonatiger Produktionszeit können sich – dank erfolgreicher Bemühungen zahlreicher Beteiligter und besonders durch unser neues Mitglied Stefan Lehmann – seit Jahresbeginn alle Interessenten und Mitglieder ein eigenes Bild von unserem neuen Internetauftritt machen.

    1. Januar 2005

    Bilanz für das Jahr 2004
    Im vergangenen Jahr hat sich das Publikumsinteresse an den Führungen des Vereins durch Berlins Unterwelten ungebrochen fortgesetzt. Insgesamt über 40.000 Besucher sind insgesamt zu allen Führungen und Veranstaltungen begrüßt worden. Mittlerweile verfügt der Verein zum Jahresbeginn über 170 Mitglieder.