Projekt Operationsbunker Teichstraße

    Weitere Fortschritte und Gegenwart

    Im Dezember 2004 haben Vereinsmitglieder mit den Instandsetzungsarbeiten begonnen. So konnte wie geplant eine neue Dachhaut aufgebracht und der zweite Ausgang freigelegt werden, wodurch die Innenräume langsam austrockneten. Zum »Tag des offenen Denkmals« im September 2005 und 2006 konnten wir im Bunker erstmals jeweils rund 150 Gäste begrüßen. In den Jahren 2007 und 2008 waren wir mit den weiterführenden Sicherungen, Instandsetzungen und der Komplettierung der Ausstattung des Bauwerks beschäftigt. Der Arbeitsschwerpunkt lag nun vor allem in den Innenräumen. Dazu war es erforderlich, lose Wandkacheln zu sichern, die Sanitäranlagen wieder herzustellen und die Destillationsapparate originalgetreu aufzubauen. Der Höhepunkt war – als ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk – im Dezember 2008 die Anlieferung von zwei originalen Operationstischen, die nun im einstigen Operationssaal zu besichtigen sind. Beide Tische einschließlich Transport wurden von der Firma MAQUET GmbH & Co. KG aus Rastatt gesponsert, worüber wir uns sehr gefreut haben.

    Nachdem die Anlage ordentlich vermessen und dokumentiert worden war, stellten wir im September 2007 beim Landesdenkmalamt Berlin den Antrag auf Denkmalschutz, um das historische Bauwerk langfristig zu sichern. Im Oktober 2007 ist uns die »zügige Prüfung« durch das Landesdenkmalamt zugesichert worden. Am 11. Juni 2009 hat uns dann die schöne Nachricht erreicht, dass »der OP-Bunker Teichstraße 65 mit Datum 27.04.09 in die Denkmalliste eingetragen« wurde. So sind die von uns ehrenamtlich geleisteten Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten nicht vergeblich gewesen.

    Bis 2012 wurde die Anlage in ihrer Ausstattung weiter komplettiert, so um eine noch fehlende zweite originale Abschlusstür (geborgen aus dem ehemaligen OP-Bunker des Krankenhauses Friedrichshain) oder um Armaturen und Sanitärobjekte (geborgen im OP-Bunker des Urban-Krankenhauses). Am 24. Oktober 2012 ist dem Projekt der »Bauherrenpreis des Bezirkes Reinickendorf von Berlin« in der Kategorie »Außergewöhnliche Initiativen« verliehen worden. Der Berliner Unterwelten e.V. hat diese Auszeichnung für die »denkmalgerechte Wiederherrichtung und Ausstattung des Operationsbunkers Teichstraße für Führungen« erhalten und somit diese Anlage als einmaliges geschichtliches Bauwerk für zukünftige Generationen erhalten.

    Heute kann der historische Operationsbunker unter fachkundiger Begleitung im Rahmen der Tour O oder den Bildungsseminaren des Vereins besichtigt werden.  Eine erweiterte Dokumentation der Geschichte der Berliner Operationsbunker im Allgemeinen und des einstigen Krankenhaus-Areals konnte ebenfalls zum Abschluss gebracht werden.

    Um den OP-Bunker herum haben wir ab 2018 begonnen, eine Außenausstellung aufzubauen. Als erstes wurde ein genieteter Röhrenbunker für acht Personen aus Frohnau angeliefert. Das vom Verein bereits 2015 angekaufte Einzelstück soll noch restauriert werden und wurde vorerst mit einem Dach gegen die Witterung geschützt. 2019 kam als weiteres Großexponat die 2016 geborgene Abwasserhebeanlage des Flachbunkers Kurfürstenstraße 29a in Berlin-Lichterfelde hinzu, die vorher in der Freiluftausstellung im Museum im Alten Wasserwerk gezeigt wurde. Anfang November 2019 spendete unser Verein zwei Stieleichen, die – direkt am OP-Bunker gepflanzt – für einen Ersatz der aufgrund von Sturmschäden gefällten Trauerweide sorgen sollen.

    Im November 2021 folgte die Aufstellung einer zylinderförmige Luftschutzzelle (ein sogenannter Brandwache-Stand) aus Stahl, die bei Erdarbeiten in Haselhorst (Berlin-Spandau) zum Vorschein kam und gesichert werden konnte. Auch sie soll noch restauriert werden, sobald sich die Zeiten wieder bessern.
    In den weiteren Planungen steht der Wiederaufbau eines im Oktober 2021 geborgenen Luftschutz-Deckungsgrabens der Firma Stolte aus dem Zweiten Weltkrieg. Das aus Stahlbetonfertigteilen bestehende Bauwerk soll unter der Wiese hinter dem OP-Bunker originalgetreu wieder neu aufgebaut werden und künftig die Außenausstellung vor Ort bereichern.
    Ab 2022 soll zudem eine zweisprachige Informationstafel Besucherinnen und Besucher über die Geschichte des Krankenhaus-Areals und des OP-Bunkers vor Ort informieren.

     

    Dietmar Arnold (Stand: 11. Januar 2022)

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