Chronik – Das Jahr 2024

    8. Mai 2024

    Erfolg am Pariser Platz: Blick in den Adlon-Bunker geglückt
    Nachdem der erste Versuch nicht geklappt hatte, waren unsere Vereinsvorstände Dietmar Arnold und Reiner Janick und ihre Mitstreiter heute erfolgreich und konnten einen Blick in den Adlon-Bunker werfen. Allerdings steht die Anlage so hoch unter Wasser, dass aktuell auch mit Wathosen eine Begehung nicht möglich ist. Es steht also noch viel Arbeit an. Bei der letzten Begehung vor circa 30 Jahren lag das obere Bunkergeschoss noch trocken. Herzlichen Dank an die Fa. Ode Diamanttechnik für die hervorragenden Kernbohrarbeiten!


    30. April 2024

    Finaler Zugang Dresdener Straße
    Heute wurde das neue Zugangsbauwerk (in Zusammenarbeit mit der Fa. Treppenstudio Schubert – ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für die professionelle Umsetzung) bei der Tour D fertiggestellt. 


    27. April 2024

    Frühlingsfest am OP-Bunker
    Bei ausgezeichnetem Wetter fand abermals das Frühlingsfest des Vereins mit ca. 40 bis 50 gutgelaunten Mitgliedern am OP-Bunker in Berlin-Reinickendorf statt. Durch Mitglied und Referent – Daniel Sturm – gab es eine Kinder- sowie eine 45-minütige reguläre Führung durch den historischen Ort. Für Leib und Wohl war neben dem Kulturprogramm mit Tomaten- und Gulaschsuppe und verschiedenen Getränken gesorgt.


    11. April 2024

    Neues von der Tour D
    In der Tour »Tunnel und Bunker Dresdener Straße« zeigen wir nun auch originale Objekte, wie Nähmaschinen, Bügeleisen, Glas-, Porzellan- und Metallfunde. Sie kamen 2001 beim Ausheben der Baugrube für einen Neubau zwischen den wieder freigelegten alten Kellerfundamenten der im »Feuersturm« zerstörten Wohngebäude Annenstraße 11-12 / Ecke damalige Schäferstraße zum Vorschein. Am 3. Februar 1945, als Berlin von rund 950 Bombern der Alliierten angegriffen wurde, fiel die Umgebung in Schutt und Asche, fast die gesamte nördliche Luisenstadt wurde von dem danach einsetzenden »Feuersturm« vernichtet.


    7. April 2024

    Dreh mit Ulli Zelle
    Am heutigen Tag hatten wir Besuch von rbb-Reporter Ulli Zelle für die Abendschau. Der Beitrag »Berlins verlassene Tunnel« berichtet kurz über den Lindentunnel, den Achsenkreuztunnel und den AEG-Tunnel in Berlin-Mitte. Unser Vorstand Dietmar Arnold wurde hierzu im AEG-Tunnel und in der Dauerausstellung »Hitlers Pläne für Berlin – Mythos Germania« interviewt. Der sehenswerte Beitrag ist nun in der rbb-Mediathek ab Minute 13:03 zu sehen.


    29. Februar bis 2. März 2024

    16. Geschichtsmesse in Suhl
    Unser Vorstandsvorsitzender Dietmar Arnold hat auch dieses Jahr den Verein mit einem Informationsstand und einer Projektpräsentation auf der Geschichtsmesse der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vertreten. Das diesjährige Thema der Messe in Suhl war »Ein weites Feld. Neue Perspektiven auf die Aufarbeitung von Diktaturen in Deutschland und Europa«. In der Sektion »(Digitale) Orte der Erinnerung I« berichtete Dietmar über unsere neue Tour D »Bunker und Tunnel Dresdener Straße – Eine unterirdische Grenzerfahrung« sowie die Arbeit des Vereins.


    26. bis 28. Februar 2024

    Gegenüberstellung des Wegner Gemäldes in Dresden
    Im Rahmen der Konferenz »Krieg Ausstellen – Museale Repräsentation von Gewalt in der didaktischen Reflexion« im Militäthistorischen Museum der Bundeswehr Dresden (MHM), an der die Vereinskollegen Kay Heyne und Eva Westphal teilnahmen, konnten unser im Vereinsbesitz befindliche Gemälde von Adolf Wegener »Verschüttet – Öffnen des Brandmauerdurchbruchs« (unten im Bild) und das deutlich größere Ölgemälde vom selbigen Künstler (oben im Bild) für einen kurzen Besuch zusammengebracht und gegenübergestellt werden. Das großformatige Bildnis stammt ursprünglich aus der German War Art Collection, befindet sich heute im Besitz des Deutschen Historischen Museums in Berlin, eingelagert ist es aber im Depot des MHM in Dresden. Ermöglicht hat uns dies die zuständige Sachgebietsleiterin Kunst und Ausstellungskuratorin des MHM, die ebenfalls beeidruckt war von den Ähnlichkeiten und der rätselhaften, noch nicht vollständig geklärten Geschichte der Werke.


    13. Februar 2024

    Fledermauszählung im Flakturm
    Bei dem diesjährigen Monitoring mit der Firma Myotis wurden im Winterquartier Flakturm Humboldthain 7 Wasserfledermäuse, 4 Fransenfledermäuse, 1 Großes Mausohr und 6 nicht näher bestimmbare Fledermäuse gesichtet. Bei den bestehenden Gebäudestrukturen kann jedoch in der Bunkerruine von einem weitaus größeren Bestand ausgegangen werden. Demnach ist nur ein Bruchteil des eigentlichen Bestandes bei den Begehungen sichtbar. Nach der Winterpause ist der Flakturm im Humboldthain ab dem 1. April wieder geöffnet.


    12. Februar 2024

    In der Dresdener Straße geht es gut voran
    Neben der kompletten Fertigstellung des neuen Ausgangs vor der Hausnummer 36 konnte die alte Treppe im Notausstieg (vor Nr. 33) wiederverwendet und eingebaut werden. Die Stahlbetonsanierungsarbeiten am Zugang sind innen abgeschlossen. Jetzt fehlen noch der Ringanker am Eingang oben und mit eine Zugangseinhäusung wie bei der Nr. 36. Auch die Elektroarbeiten wie die Wiederherstellung der Originalelektrik machen erfreuliche Fortschritte.


    2. Februar 2024

    Hörbuchpremiere und Lesung »Der Tunnelbauer«
    Autorin Maja Nielsen und Zeitzeuge Joachim Neumann empfingen zahlreiche Interessierte zur Premiere des Hörbuchs und Lesung des Jugendromans »Der Tunnelbauer« im Gewölbekeller in der Brunnenstraße 143. Die packende Erzählung basiert auf Neumanns Lebensgeschichte: Nach dem Mauerbau fasst Achim den schweren Entschluss aus Ost-Berlin zu fliehen und alle, die er liebt, zurückzulassen. Drüben angekommen, setzt er alles daran, Menschen aus der DDR bei ihrer Flucht zu unterstützen. Gemeinsam mit anderen Helfern gräbt er Tunnel von West- nach Ost-Berlin – in ständiger Angst, von der Stasi entdeckt zu werden, und voller Hoffnung, seine geliebte Chris eines Tages wiederzusehen. Unser Vorstandsvorsitzender Dietmar Arnold begrüßte die Gäste, die Autorin Maja Nielsen und Joachim Neumann, der auch als Zeitzeuge auf unserer Tour M Spezial »Unterirdisch in die Freiheit« im Einsatz ist, lasen aus dem Buch. Es schloss sich ein interessantes Gespräch an.


    18. Januar 2024

    Denkmalschutz für den Tunnelstutzen unter der Rosa-Luxemburg-Straße
    Auf Anregung des Vereins hat die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Mitte beschlossen, den Tunnelstutzen unter der Rosa-Luxemburg-Straße, eine Bauvorleistung der AEG-Schnellbahn AG von 1915/16 für die projektierte U-Bahnlinie zwischen Gesundbrunnen und Neukölln, unter Denkmalschutz zu stellen. Von 1928 bis Anfang der 1990er Jahre wurde die Anlage als Schalt- und Relaisstation der BEWAG genutzt und steht seitdem leer. Der Verein plant, die Anlage wieder instand zu setzen und für seine Bildungsseminare und für Sonderführungen zu nutzen. Wir hoffen nun auf die baldige Eintragung durch das Landesdenkmalamt in die Liste der Berliner Denkmäler.


    3. Januar 2024

    Rückblick – Das Jahr 2023 in Zahlen
    Der Verein hat sich nach den beiden Corona-Jahren weiter konsolidiert.

    Zudem wurde eine neue Tour, die »Tour D«, ins Führungsprogramm aufgenommen, die die inzwischen denkmalgeschützte Bunker- und Tunnelanlage unter der Dresdener Straße in Berlin-Mitte und Kreuzberg zeigt.
    Insgesamt konnten wir 279.773 Gäste auf 12.565 geführten Touren begrüßen. Hinzu kommen 2.636 Interessierte, die am 24. Juni die »3. Lange Nacht der Unterwelten« besuchten.
    Die Ausstellung »Hitlers Pläne für Berlin: Mythos Germania« hatte 5.562 Gäste, die Ausstellung des Berliner S-Bahn-Museums im ehemaligen unterirdischen WC Behmstraße zählte 1.132 Besucher/-innen (einschließlich 735 zur Langen Nacht der Unterwelten). Bei unserem vielseitigen Bildungsseminarprogramm hatten wir insgesamt 813 Teilnehmende.
    Mit 541 Vereinsmitgliedern (Stand: 1. Januar 2024) ist der Verein im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas größer geworden, was uns sehr freut.

    Wir bedanken uns bei unseren ehrenamtlichen Mitgliedern und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diesen Erfolg.

    Unser Dank gilt auch den vielen Freunden und Förderern, Spendern sowie natürlich unseren Gästen.

    Mit besten Wünschen an alle für ein gesundes, erfolgreiches und schönes Jahr 2024 (auch wenn der Frieden weiter auf sich warten lässt).

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