Chronik – Das Jahr 2020

    17. Oktober 2020

    Auch Medienberichte helfen!
    Die rbb-Abendschau mit dem Moderator Ulli Zelle als auch der Tagesspiegel berichten über die prekäre Situation des Vereins in der Corona-Pandemie. Die Beiträge können in der rbb-Mediathek unter www.rbb24.de sowie im Tagesspiegel unter www.tagesspiegel.de eingesehen werden.




    12. Oktober 2020

    Förderung eingetroffen!
    Am Montag erreicht den Berliner Unterwelten e.V. erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie eine Förderung. Sie kam aus der »Soforthilfe IV 2.0«, einem Zuschussprogramm des Landes Berlin für Kultur- und Medienunternehmen, die besonders hart von der Corona-Krise betroffen sind.
    Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich beim Land Berlin dafür bedanken! Diese Unterstützung bewahrt den Verein, der seine Reserven inzwischen aufgezehrt hat, vorerst vor einer sonst zu Ende November 2020 drohenden Insolvenz. Es bleibt zu hoffen, dass uns weitere beantragte Förderungen erreichen.


    09. Oktober 2020

    Wir sagen Danke!
    Neben den bisherigen eingegangenen Spenden, Mietpatenschaften und anderen unterstützenden Zuwendungen richtet sich ein ganz besonderer Dank an die BVG (Berliner Verkehrsbetriebe), die die Pacht für den U-Bahnhof Pankstraße um über 90 Prozent gesenkt hat. Wir hätten sonst die Anlage aufgeben müssen. Ebenso danken wir der GSG (Gewerbesiedlungs-Gesellschaft mbH), unserem Vermieter des AEG-Tunnels und des neuen Depots an der Voltastraße. Hier wurde die Nettokaltmiete bis ins Frühjahr 2021 ausgesetzt!

    Dank gilt auch den Vermietern unserer Räume an der Brunnenstraße 141-143, wo wir seit November 2019 einen originalen Fluchttunnel aus der Zeit der Berliner Mauer zeigen können. Diesen hat der Berliner Unterwelten e.V. mittels eines selbstgebauten Besuchertunnels zugänglich gemacht. Hier sind die Mieten für alle Nebenräumlichkeiten bis Ende Juni 2021 ausgesetzt worden. Auch das Bezirksamt Mitte von Berlin wollen wir an dieser Stelle nicht vergessen. Die Pacht für den Flakturm Humboldthain ist ebenfalls um 90 Prozent reduziert worden, für den Blochplatz wurde sie bis zur Wiederaufnahme des Führungsbetriebs vollständig ausgesetzt und dann stark reduziert. Die Wall GmbH ermöglicht uns freundlicherweise die kostenfreie Ausstrahlung von digitalen Plakaten in der Digital Poster Gallery im U-Bahnhof Friedrichstraße über einen Zeitraum von zwei Wochen, wodurch wir weiter auf unsere Situation aufmerksam machen können, oder neue Besucher*innen generieren können.

    Herzlichen Dank! Wir freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit!


    29. September 2020

    Erste öffentliche Lesung
    Erstmals nach dem Lookdown findet in den Gewölben der ehemaligen Oswald-Berliner-Brauerei an der Brunnenstraße 143 wieder eine öffentliche Veranstaltung statt. In Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa wird dort unter dem Titel »Spurwechsel« eine bewegende dialogische Lesung mit Zitaten seit 1870 über Züge, Strecken und Bahnhöfe im östlichen Europa durch die bekannte Berliner Autorin Roswitha Schieb und dem Schauspieler Christian Klischat (u.a. Tatort und SOKO Leipzig) vorgetragen.


    30. Mai 2020

    Wir sind wieder da!
    Zu Pfingsten wird, zweieinhalb Monate nach dem Corona bedingten Lookdown, der Ausstellungs- und Führungsbetrieb, vorerst nur mit der Tour 1 und der Sondertour »Ein Park im Wandel der Zeit« (eine oberirdische Spurensuche) durch den Volkspark Humboldthain behutsam und vorerst nur mit Kleingruppen von acht bis zehn Besuchern unter Einhaltung der nun geltenden Hygienevorschriften wieder aufgenommen.


    2. Mai 2020

    Gedenken an das Kriegsende in Berlin
    Eigentlich war für diesen Tag eine große Veranstaltung mit einem Gedenkgottesdienst geplant, um an das Kriegsende am Gesundbrunnen und Humboldthain am 2. Mai 1945 zu erinnern.
    Während das Regierungsviertel der Reichshauptstadt gegen 11 Uhr kapitulierte, ließ der Kommandant des Flakturms Humboldthain noch bis ca. 14 Uhr weiterkämpfen. Es handelte sich um die letzte noch militärisch organisierte Verteidigungsinsel Berlins. Der sinnlose Kampf forderte rund 1.800 Menschenleben.
    Gegen 13.30 Uhr finden sich einige Vereins- und Gemeindemitglieder der Himmelfahrtkirche spontan am Archäologischen Fenster zur alten Himmelfahrtkirche ein, um dort Blumen niederzulegen. Pfarrer Günter Krause hält eine kurze Gedenkrede.
    Danach laufen die wenigen spontanen Gäste zur neuen Himmelfahrtkirche an der Gustav-Meyer-Allee. Es werden Kerzen auf dem aus Trümmersteinen der alten Kirche errichteten Kerzenaltar entzündet. Nach einer kurzen Gedenkandacht läuten gegen 14 Uhr die Glocken, um an das Kriegsende in Berlin zu erinnern.


    28. April 2020

    TV-Beitrag zum 75. Jahrestag des Kriegsendes in Berlin
    Ulli Zelle vom rbb ist für die Abendschau zu Gast am »Archäologischen Fenster zur Himmelfahrtkirche« und im Flakturm Humboldthain.
    Produziert wird ein TV-Beitrag zum 75. Jahrestag des Kriegsendes in Berlin, der am 2. Mai 2020 ausgestrahlt wird.
    Der Beitrag verdeutlicht, dass der Bereich Gesundbrunnen/Humboldthain die letzte militärisch organisierte Verteidigungsinsel der Reichshauptstadt war. Während das Berliner Regierungsviertel am 2. Mai 1945 gegen 11 Uhr kapitulierte, ließ der Kommandant des Flakturms bis kurz nach 14 Uhr weiterkämpfen, was zum sinnlosen Tod hunderter Soldaten und Zivilisten führte.


    16. März 2020

    Führungs- und Ausstellungsbetrieb eingestellt
    Aufgrund der Corona-Pandemie muss ab heute der gesamte Führungs-, Ausstellungs- und Seminarbetrieb des Berliner Unterwelten e.V. eingestellt werden. Es handelt sich um eine in ihren Auswirkungen einmalige Zäsur in der Vereinsgeschichte. Es bleibt zu hoffen, dass der Verein die Auswirkungen dieser Krise überstehen kann, da er weder staatlich noch städtisch gefördert wird.


    14. Februar 2020

    Neues Exponat auf Tour M
    Heute wird ein neues Exponat auf unserer Tour M »Unterirdisch in die Freiheit« aufgestellt.
    Es handelt sich um eine Bronzebüste (61 x 40 x 40 cm) von Egon Schultz.
    Schultz war von September 1962 bis November 1963 als Lehrer in Rostock-Dierkow tätig, bevor er zum Wehrdienst einberufen und später Unteroffizier der Grenztruppen der DDR wurde.
    Bei einer Fluchtaktion, für die der »Tunnel 57« gegraben worden war, kam es zu einem Schusswechsel, in dessen Verlauf Schultz tödlich getroffen wurde.
    In der DDR war Egon Schultz eine Legende, ein Märtyrer – angeblich »von Westberliner Agenten meuchlings ermordet«. Erst nach dem Mauerfall stellte sich heraus, dass sein Tod versehentlich durch Kugeln aus der Waffe eines Kameraden verursacht worden war. Von der DDR-Staatssicherheit vertuscht, wurde aus dem Vorfall ein wohlgehütetes Staatsgeheimnis, aus dem toten Grenzer ein Nationalheld.
    Die Büste ist eine Leihgabe der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Sie wurde vermutlich nach einer Totenmaske gefertigt und stand ursprünglich in der ehemaligen Egon-Schultz-Schule in Rostock.


    31. Januar 2020

    Fledermauspopulation stabil
    Das jährliche Monitoring des Fledermaus-Winterquartiers im Flakturm Humboldthain ergibt, dass die Population stabil ist. Angetroffen wurden Große Mausohren und Wasserfledermäuse.


    2. Januar 2020

    Rückblick – Das Jahr 2019 in Zahlen
    Im Jahr 2019 zählen wir rund 360.000 Besucher auf etwa 17.000 öffentlichen Führungen und Gruppenführungen sowie in unserer Ausstellung »Mythos Germania«.
    Zur »Lange Nacht der Unterwelten« besuchen uns rund 2.600, zur »Lange Nacht der Museen« rund 1.850 Gäste.
    Unsere Bildungsseminare verzeichnen mit rund 700 Teilnehmern im Jahr 2019 eine über 92%-ige Auslastung.
    Am 31. Dezember 2019 hat der Verein 508 Mitglieder.
    Wir danken allen Gästen, Partnern, Freunden und Förderern, die uns im vergangenen Jahr besucht, empfohlen und unterstützt haben. Wir wünschen ein gesundes, erfolgreiches und friedliches Jahr 2020.