Die Schlacht um Berlin 1945

    Kriegsende, Kapitulation und Befreiung

    Nach drei Jahren fast pausenloser Luftangriffe folgt im April und Mai 1945 in Berlin das „Finale“. In dieser letzten, längst verlorenen Schlacht um Berlin wurden noch einmal Tausende auf beiden Seiten in einen sinnlosen Tod geschickt. Erst mit Hitlers Selbstmord im so genannten „Führerbunker“ am 30. April 1945 fand die Schlacht um Berlin und damit auch – auf Europa bezogen – der Zweite Weltkrieg ein Ende. Anhand von Zeitzeugenberichten und Ortsbegehungen wird „der letzte Kampf“ ober- und unterhalb der Stadt rekonstruiert.

    Programmbeschreibung

    Innerhalb von fünf Tagen, jeweils von 9 bis 17 Uhr, inklusive Pausen, werden Sie sich mit dem Kriegsende, der Kapitulation und der Befreiung Berlins beschäftigen. Die Führungen, Vorträge und Diskussionen sind in 90 Minuten-Blöcke eingeteilt. Die Pausen geben Ihnen Gelegenheit zu entspannen oder das Gesehene und Gehörte bei einer Stärkung ungezwungen weiter zu vertiefen. Natürlich ist für Sie die Zeit für ein gemeinsames Mittagessen eingeplant.

    Mit der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie ein ausführliches Seminarprogramm, das vorbehaltlich letzter Änderungen ist.

    Am ersten Tag werden Sie den Veranstalter, den Berliner Unterwelten e.V., und das detaillierte Programm der Woche kennenlernen. Wegen der umfangreichen Koordination verschiedener Referenten und Ortstermine, kann es vereinzelt zu Änderungen im Ablauf kommen. Einzelheiten des Ablaufes und der Organisation für Ihre Bildungswoche werden Sie dann endgültig bei uns erfahren.

    Bildvorträge oder Referate unserer fachlich geschulten Referenten führen Sie in die politischen Hintergründe der letzten Kriegstage ein und bereiten Sie damit auf die Begehungen vor.

    Die unterirdischen Reste des ehemaligen Regierungsviertels und deren Bedeutung für die sowjetischen und polnischen Truppen werden Ihnen in einem Rundgang gezeigt und eingehend erläutert. Der Reichstag war die letzte deutsche Bastion im Kampf gegen die Rote Armee. In einem Rundgang durch das Gebäude erfahren Sie mehr über die letzten Kriegstage an diesem Ort und seiner mittelbaren Umgebung.

    Die Sicht der in der Festung Berlin festsitzenden Zivilbevölkerung wird Ihnen anhand von Erlebnissen der inzwischen verstorbenen Buchautorin und Zeitzeugin Waltraud Süßmilch und anderer Zeitzeugen verdeutlicht. Ihre Erinnerungen an die letzten Kriegstage handeln von den nächtlichen Bombenangriffen, Aufenthalten in Kellern oder Schutzräumen und von Trümmerbergen.
    Mit uns besichtigen Sie den letzten noch authentisch erhaltenen Operationsbunker im Bezirk Reinickendorf, der es ermöglichen sollte, den Krankenhausbetrieb auch während der Fliegerangriffe aufrecht zu erhalten.

    In der Ruine des Flakturms Humboldthain wird ein ehemaliger Offizier von den letzten Kriegstagen im Bezirk Wedding berichten. Zwei weitere große Flakbunker standen im Friedrichshain-Park. Daher tobte auch hier unmittelbar am Krankenhaus im Bezirk Friedrichshain der Kampf, der an diesem Ort in einen Rundgang näher erläutert wird.
    Daß das Allgemeine Heeresamt ein Ort des Widerstandes sein konnte, wird Ihnen die neue, eng an Biografien angelehnte Ausstellung der „Gedenkstätte deutscher Widerstand” zeigen.

    In Berlin-Karlshorst wird die Seminargruppe an einer speziell für unser Thema organisierten Führung durch das „Deutsch-Russische Museum” teilnehmen, bei der dem Kapitulationssaal eine wesentliche Rolle zukommt. Alternativ ist die „Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht” (WASt) an dem die bis heute wirkenden Folgen des Zweiten Weltkrieges in Karteien und Dokumenten greifbar werden.

    Das gegensätzliche Erleben der sowjetischen oder polnischen Soldaten und der deutschen Verteidiger werden Ihnen Zeitzeugen an verschiedenen Orten in der Stadt, an der Friedrichstraße oder beim Reichstagsgebäude nahebringen. Über deutsche und sowjetische Soldatenschicksale, die bei Umbettungen in Berlin und Brandenburg recherchiert wurden, wird Sie der Buchautor Gerald Ramm informieren. In diesem Zusammenhang werden wir auch eines der bedeutenden sowjetischen Ehrenmale besuchen.

    Termine

    19. – 23. März 2018 (AUSGEBUCHT)
    16. – 20. Juli 2018 (AUSGEBUCHT)
    5. – 9. November 2018 (AUSGEBUCHT)

    Teilnahmegebühr

    195€

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    Informationen zur Anmeldung

    Bildungsurlaub

    Grundlegendes und Wissenswertes zum Thema erfahren Sie in der Rubrik Bildungsurlaub.

    In welchen Bundesländern dieses Seminar als Bildungsurlaub anerkannt ist, entnehmen Sie bitte dieser Übersicht.