Chronik – Das Jahr 2022

    15. Mai 2022

    »Internationaler Museumstag« 2022
    Dieses Jahr können wir uns endlich wieder analog am alljährichen »Internationalen Museumstag«, der mittlerweile zum 45. Mal stattfindet, beteiligen. Ziel des Museumstages ist es, auf die Vielfalt der Museen aufmerksam zu machen und alle Interessierten einzuladen, diese gemeinsam zu entdecken.
    Zum Aktionstag stand unsere Ausstellung »Hitlers Pläne für Berlin: Mythos Germania – Vision und Verbrechen« in den unterirdischen Räumen am Bahnhof Gesundbrunnen den Besucher*innen zum freien Eintritt von 11 bis 17 Uhr offen. Zusätzlich bot der Kurator der Ausstellung, Gernot Schaulinski, jeweils um 12 und 15 Uhr eine »Einführung in die Ausstellung« an, die von den Gästen sehr gerne wahrgenommen wurde und an die sich einige interessante Gespräche anschlossen. Am Ende kamen 177 Besucherinnen und Besucher in die Ausstellung – eine tolle Resonanz an diesem Tag.

    #MuseenEntdecken


    10. Mai 2022

    »Radio Unterwelten« feiert zweiten Geburtstag!
    Als Coronaprojekt und Ausgleich für das vor allem im Lockdown reduzierte Vereinsleben am 10. Mai 2020 gestartet geht das vereinseigene Radio Unterwelten inzwischen in sein drittes Jahr seit Sendestart. Inhalte, Tontechnik und die inzwischen auf acht feste Mitglieder angewachsene Radio-Redaktion haben sich professionalisiert und sind weiterhin alle zwei Wochen mit großer Freude dabei, neue Beiträge zu den Aktivitäten des Vereins, seinen Arbeitsgruppen, Partner-Institutionen, zu besonderen Veranstaltungsterminen und Jahrestage zu produzieren. Damit werden, wie es in der Gründungsidee von Sascha Keil und Daniel Sturm auch gedacht war, Vereinsmitglieder im Großraum Berlin aber vor allem die entfernter lebenden und bisher nicht so eng angebunden Vereinsmitglieder unterhalten und informiert. Herzlichen Glückwunsch, Radio Unterwelten!


    11. bis 13. April 2022

    Der »Weiße Stier« im Humboldthain wiederentdeckt und freigelegt
    Die weiße Marmorskulptur vom Bildhauer Ernst Moritz Geyger (1861 – 1941) wurde 1902 im Volkspark Humboldthain aufgestellt. Sie diente der Weddinger Bevölkerung und Liebespaaren oft als Treffpunkt.
    Zusammen mit der Archäologin Claudia Melisch machte sich Vereinsvorsitzender Dietmar Arnold aufgrund eines im Weddinger Kiezblatt brunnen-Magazin erschienenen Beitrages Anfang des Jahres an die Recherche nach dem Verbleib des Kunstwerkes. In Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt Berlin wurde eine Grabungsgenehmigung beim Bezirksamt Mitte beantragt. Im Februar 2022 erfolgten geophysikalische Untersuchungen im Zielgebiet bei denen vielversprechende Signale im Boden ermittelt werden konnten. Bei der anschließenden Sondage wurde die Skulptur wiederentdeckt und vom 11. bis 13. April 2022 unter Leitung von Claudia Melisch freigelegt. Etwa einen halben Meter unter der Grasnarbe konnten sowohl der Sockel, auf dem der Stier ursprünglich aufgestellt war, der Torso, der abgebrochene Kopf als auch Fragmente der Beine und Ohren freigelegt werden. Wir wünschen uns, dass die Skulptur restauriert und der Öffentlichkeit am Originalstandort wieder sichtbar und zugänglich gemacht werden kann.


    14. März 2022

    Aufstellung neue Informationstafel am OP-Bunker
    Auf dem Gelände des ehemaligen Humboldtkrankenhauses in Berlin-Reinickendorf wurde heute durch den Verein die Informationstafel »Baudenkmal Operationsbunker Teichstrasse« am historischen Ort aufgestellt. Sie möchte Besucherinnen und Besucher über die Geschichte des Krankenhaus-Areals und des OP-Bunkers informieren. Über einen QR-Code ist auch eine englische Version per Download abrufbar. Die offizielle Übergabe der Informationstafel zusammen mit dem Bezirksamt Reinickendorf erfolgt Corona-bedingt zu einem späteren Zeitpunkt.


    3. März 2022

    Nie wieder Krieg! – Solidarität mit der Ukraine
    Der Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar erfüllt uns mit Entsetzen und großer Sorge. Nie hätten wir die aktuellen Ereignisse in der Ukraine in diesem Ausmaß für möglich gehalten. Krieg bedeutet unfassbares Leid, Gefahr, Not und Tod für alle diejenigen, deren Heimat die Gewalt trifft. Die Menschen müssen wieder in Bunkern und U-Bahntunneln Schutz suchen. In der Vergangenheit konnten wir verschiedene Projekte in der Ukraine umsetzen und mit Zeitzeugen, ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern oder den Opfern der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl zusammenarbeiten und so zur Aufarbeitung und Vermittlung beitragen. Es bestand zudem eine Kooperation mit dem »Nationalen Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges 1941-1945« in Kiew. Auch künftig werden wir alle Möglichkeiten nutzen, um diese Zusammenarbeit fortzuführen. Eines unserer Ziele bleibt und ist die Versöhnung und Völkerverständigung durch im Dialog geführte und lebendige Erinnerungskultur.

    Heute hat der Verein 1.000 Euro an »Aktion Deutschland Hilft« überwiesen mit dem Verwendungszweck »Nothilfe Ukraine«. Zusätzlich übergeben wir ein großes Armeezelt, in dem bis zu 20 Menschen Platz finden können.


    18. Februar 2022

    Die Berliner Unterwelten bei »schön + gut«
    Heute widmete sich die ganze rbb-Sendung »schön+gut« dem Thema Lost Places, ihrer Faszination und der Geschichte des Berliner Unterwelten e.V. Vor Ort im Studiogespräch mit Moderator Uri Zahavi war Vereinsvorsitzender Dietmar Arnold. Die Sendung kann in der Mediahthek nachgeschaut werden: www.rbb-online.de/schoen-und-gut


    4. Februar 2022

    Vandalismus am Archäologischen Fenster
    In der Nacht vom 3. auf den 4. Februar wird die vordere Scheibe der 2015 der Öffentlichkeit übergebenen Informations- und Gedenktafel am »Archäologischen Fenster« zur Himmelfahrtkirche durch Schlageinwirkung zerstört. Diese völlig sinnfreie Aktion ist weder nachvollziehbar noch verständlich. Leider müssen wir in den letzten Jahren eine starke Zunahme von Vandalismusschäden am Gesundbrunnen verzeichnen. Die zersplitterte Scheibe aus Sicherheitsglas wird am 1. März durch die Glaserei Wüstenberg ersetzt.


    3. Februar 2022

    Besichtigung des Pallasbunkers
    Die AG Bunker, Luft- und Zivilschutz (BLZ) bietet für Vereinsmitglieder und Beschäftigte mehrere Sondertouren durch den Pallasbunker an. Die fünfgeschossige Anlage wird seit 2005 durch den Verein technisch betreut. Referent Reiner Janick, AG-Leiter und Objektverantwortlicher, vermittelte auf den jeweils rund einstündigen Touren versiert die wechselvolle Geschichte des heute denkmalgeschützten Bauwerkes.
    Anwesende Mitglieder regten an, den Pallasbunker im Rahmen einer Tour des Monats auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, alternativ sogar regelmäßig dort Führungen anzubieten.


    2. Februar 2022

    Neues Exponat für die Tour M eingetroffen
    Am heutigen Tag wird dem Verein ein originales DDR-Straßenschild durch Herrn Dr. Manfred Wichmann von der Gedenkstätte Berliner Mauer als Dauerleihgabe übergeben, wofür wir uns herzlich bedanken. Die Strelitzer Straße in Berlin-Mitte trug von 1966 bis 1991 den Namen »Egon-Schultz-Straße«. Er erinnerte an den gleichnamigen Unteroffizier der Grenztruppen, der im Zusammenhang mit der Entdeckung eines Fluchttunnels an der Bernauer Straße in der Nacht vom 4. zum 5. Oktober 1964 bei einem Schusswechsel zwischen Grenzern und Fluchthelfern durch »friendly fire« ums Leben kam.
    In der DDR wurde Egon Schultz zum Helden und Märtyrer stilisiert. Die tragischen Umstände seines Todes kamen erst nach dem Fall der Mauer ans Licht. Das neue Exponat bereichert nun den Abschlussraum unserer Tour M – Unterirdisch in die Freiheit.


    28. Januar 2022

    Fledermauszählung
    Das Monitoring im Winterquartier Flakturm Humboldthain durch die Firma Myotis ergab einen sichtbaren Bestand von 16 Tieren. Es wurden die Arten Wasserfledermaus, Fransenfledermaus und Großes Mausohr festgestellt.
    Von 2001/2002 bis heute wurden bei der jährlichen Zählung zwischen vier und 52 Fledermäuse gezählt. Bei den bestehenden Gebäudestrukturen kann jedoch von einem weitaus größeren Bestand ausgegangen werden. Es ist lediglich ein Bruchteil des Bestands bei den Begehungen sichtbar.


    8. Januar 2022

    Rückblick – Das Jahr 2021 in Zahlen
    Das vergangene Jahr hat das Vorjahr noch getoppt und wird wahrscheinlich als das »Katastrophenjahr« in die Vereinsgeschichte eingehen.
    Aufgrund des zweiten verordneten Lockdowns mussten wir unseren gesamten Führungs- und Ausstellungsbetrieb bis zum 18. Juni 2021 (insgesamt siebeneinhalb Monate) vollständig einstellen! Immerhin konnten wir mit neuen digitalen Angeboten, darunter virtuelle Führungen und Kurzfilme zu unseren Touren mit über 850.000 Zugriffen, weiterhin in der Öffentlichkeit präsent bleiben. Ohne die staatlichen Corona-Hilfen hätte unsere Institution diese Krise allerdings wohl nicht durchgestanden.
    Nach Wiederaufnahme des Ausstellungs- und Tourenbetriebs durften wir – kein Vergleich zu den Vorjahren – trotz erheblicher pandemiebedingter Einschränkungen immerhin wieder 87.197 Gäste auf 4.828 geführten Touren und rund 2.500 Gäste in unseren Ausstellungen begrüßen. Mit 530 Vereinsmitgliedern (Stand: 31. Dezember 2021) ist die Größe des Vereins im Vergleich zum Vorjahr konstant und damit stabil geblieben.

    Wir bedanken uns bei den vielen Ehrenamtlichen und Spendern, unseren Gästen sowie unseren Freunden und Förderern, die uns auch im zweiten Krisenjahr geholfen haben, über die Runden zu kommen.

    Euch allen ein gesundes und schönes Vereinsjubiläumsjahr 2022.

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