Der Berliner Unterwelten e.V. hat aktuell zwei barrierefreie Angebote im Programm, die die kulturelle Teilhabe für Menschen mit Behinderungen ermöglichen:
Leider sind viele der unterirdischen Anlagen aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht barrierefrei. Eine weitere Ertüchtigung der Standorte ist geplant.
Zeitgeschichtliche Führung durch einen authentischen Ort
Referent/-innen des Berliner Unterwelten e.V. führen durch eine Luftschutzanlage aus dem Zweiten Weltkrieg. Eine Gebärdensprachdolmetscherin (Masterabsolventin) überträgt die Führung simultan in Deutsche Gebärdensprache.
Hunderte von Menschen laufen täglich an einer grünen Tür im U-Bahnhof Gesundbrunnen vorbei, ohne zu ahnen, dass sich dahinter ausgedehnte, authentische und geschichtsträchtige Räume verbergen. Während des Zweiten Weltkrieges entstanden in Berlin unzählige Bunker, es wurden aber auch Räume im Bereich der U-Bahn zu Luftschutzzwecken ausgebaut. Im U-Bahnhof Gesundbrunnen entstanden auf mehreren Etagen unterirdische Schutzräume für Reisende und Anwohner. Noch heute ist dort unten zu spüren, wie unangenehm es einst gewesen sein muss, in den engen Räumen eingezwängt zu sein, im Hintergrund das Surren der Lüftungsanlagen und das Dröhnen der Bomber am Himmel.
Nach dem Krieg blieb die Luftschutzanlage vom Demilitarisierungsprogramm der Alliierten verschont, weil man bei einer Sprengung den U-Bahntunnel gefährdet hätte. Die Anlage fiel in einen »Dornröschenschlaf« und wurde 1998 vom Berliner Unterwelten e.V. wiederentdeckt. Heute beherbergen die Räume mehrere Abteilungen des Berliner Unterwelten-Museums, die Schwerpunkte wie Bombenkrieg und Luftschutz thematisieren. Gezeigt werden zusätzlich Funde aus Bunkern des ehemaligen Regierungsviertels sowie Kriegsschrott und Bodenfunde als Hinterlassenschaft des Zweiten Weltkrieges. Im Blickpunkt steht auch die schwierige Thematik »Kriegsbauwerk und Denkmalschutz«. Weitere Ausstellungsräume zeigen zudem, was sich noch im Berliner Untergrund befindet oder befunden hat – die Berliner Rohrpost, Brauereikeller und das Abwassersystem.
Die Führung mit Übersetzung in DGS ist nur als Gruppenführung buchbar und kann über das Kontaktformular angefragt werden.
Dauer: 90 min
Max. Teilnehmerzahl: 25 Personen
Pauschalpreis: Ermäßigt 260 €
Mindestalter:
Kinder unter 7 Jahren können an dieser Tour nicht teilnehmen. Die Tour richtet sich von Inhalt und Anspruch an ein erwachsenes Publikum und wird für Jugendliche frühestens ab der 8. Klasse empfohlen. Wir berufen uns in diesem Zusammenhang auf das Jugendschutzgesetz.
Zugänglichkeit:
Die Anlagen sind aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht barrierefrei. Während der Tour geht oder steht man die meiste Zeit. Sitzgelegenheiten sind selten oder nicht vorhanden. Es werden zahlreiche, zum Teil steile Treppen begangen. Vor Ort gibt es keine Besuchertoiletten.
Hinweise und Ausrüstung:
Festes, geschlossenes Schuhwerk wird zur Teilnahme vorausgesetzt (keine hohen Absätze, Sandalen, Flip-Flops, Ballerinas usw.).
Die Mitnahme von größeren Gepäckstücken sowie von Haustieren, außer einem Blindenführhund, ist nicht gestattet.
Treffpunkt:
Brunnenstraße 105, 13355 Berlin (südlicher Zugang zum U-Bahnhof Gesundbrunnen)
GoogleMaps
ÖPNV: S+U / DB Gesundbrunnen, Bus 247
Anfrage:
Bitte benutzen sie unser Kontaktformular, um diese Gruppenführung anzufragen. Angefragte Termine sind noch nicht verbindlich. Sie erhalten von uns ein Angebot, nach Möglichkeit zu Ihrem Wunschtermin, gegebenenfalls aber auch mit einer alternativen Startzeit.
Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Berliner Unterwelten e.V.
Die Anlage ist aufgrund der dort bereitgestellten Rollstuhlrampe baulich barrierefrei zugänglich.
In den Jahren 1908 bis 1910 wurde an der Teichstraße in Berlin-Reinickendorf das »Verbandskrankenhaus Reinickendorf« nach Plänen der Charlottenburger Architekten Mohr und Weidner errichtet. Mit seinem Pavillonstil und seinen umfangreichen Grünanlagen gehörte es seinerzeit zu den modernsten Krankenhäusern der Stadt. Im Jahre 1918 ging das Krankenhaus in städtische Verwaltung über und bekam den Namen »Humboldt-Krankenhaus«. Während des Zweiten Weltkrieges wurden in den Berliner Krankenhäusern zahlreiche Operationsbunker verschiedener Typen errichtet, die Notoperationen auch während der Fliegerangriffe ermöglichten. Die meisten dieser Operationsbunker wurden inzwischen umgebaut oder abgerissen, nicht so auf dem Gelände des ehemaligen »Humboldt-Krankenhauses«. Aufgrund des authentischen Erhaltungszustandes und nach umfangreicher Restauration der Anlage und Rekonstruktion der Einrichtung durch den Berliner Unterwelten e.V. ist der Bunker im Jahre 2010 unter Denkmalschutz gestellt worden.
Nach einem kurzen Rundgang über das ehemalige Krankenhausgelände besichtigen wir den Operationsbunker aus dem Jahre 1941.
Dauer: 70 min
Max. Teilnehmerzahl: 16 Personen
Pauschalpreis: 250 €
Mindestalter:
Kinder unter 14 Jahren können an dieser Tour nicht teilnehmen. Die Tour richtet sich von Inhalt und Anspruch an ein erwachsenes Publikum und wird für Jugendliche frühestens ab der 11. Klasse empfohlen. Wir berufen uns in diesem Zusammenhang auf das Jugendschutzgesetz.
Zugänglichkeit:
Während der Tour geht oder steht man die meiste Zeit. Sitzgelegenheiten sind nicht vorhanden. Vor Ort gibt es keine Besuchertoiletten.
Hinweise und Ausrüstung:
Festes, geschlossenes Schuhwerk wird zur Teilnahme vorausgesetzt (keine hohen Absätze, Sandalen, Flip-Flops, Ballerinas usw.). Diese Tour findet zum Teil im Freien statt, demnach empfehlen wir dem Wetter angemessene Kleidung. Die Mitnahme von größeren Gepäckstücken sowie von Haustieren, außer einem Blindenführhund, ist nicht gestattet.
Treffpunkt:
Teichstraße / Ecke Sankt-Galler-Straße (an der Einfahrt zum Parkplatz), 13407 Berlin
GoogleMaps
ÖPNV:
U Paracelsus-Bad (U8), Bus 122 (Haltestelle Lübener Weg oder U Paracelsus-Bad) oder Bus 320 und 322 (Haltestelle U Paracelsus-Bad)
* Auch als Gruppenführung über das Kontaktformular buchbar.
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